Der Baum     Das Holz     Das Werk

 

Meine Gefäße und Objekte gestalte ich ausschließlich aus dem vollen Holz eines Baumes, wobei Spalten, Risse, Bruchstellen und Spuren der Werkzeuge bewusst als Gestaltungselement integriert werden. Praktikabilität und Funktionalität können dadurch in den Hintergrund treten.

 

Das Holz stammt von Bäumen aus der Region, die dem Wind nicht standhielten oder aus einem anderen Grund gefällt werden mussten.

 

Die zur Bearbeitung vorgesehenen Baumstämme werden vor Ort in frisch geschlagenem, also "nassem" Zustand mit einer Kettensäge zu Rohlingen vorgeformt und anschließend im Atelier auf einer Kopfdrehbank fertiggestellt. Durch den nachfolgenden Trocknungsprozess verformt sich der Gefäßkörper. Der damit einhergehende Effekt des asymmetrischen Verziehens des Werkstücks ist gewollt, gleichweils niemals planbar. Im Einklang eines harmonischen Mieteinanders von Natur und eigener gestalterischer Auseinandersetzung entsteht der einzigartiger Gefäßkörper.

 

Aus anderen Rohlingen fertige ich Grobformen, die der endgültigen Form sehr nahe kommen. Die so vorgedrehten Werkstücke werden anschließend über einen Zeitraum von 12 bis 24 Monaten schonend getrocknet. In regelmässigen Abständen wird das Werkstück gewogen und ab dem Zeitpunkt, ab dem kein Gewichtsverlust mehr festzustellen ist, endgültig bearbeitet. Im Gegensatz zu den nass gedrehten Gefäßen sind diese dauerhaft symmetrisch.

 

Das Werk ist vollendet, wenn es dem Baum die Ehre erweist und nicht nur als Behältnis wahrgenommen wird, sondern als Objekt, das für sich steht.